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Unglaubliche Musik!

Beim Stöbern in iTunes bin ich auf folgende unglaubliche Version von "Let It Be" gestoßen.
Das hat zwar nichts mit Löwenherz zu tun, aber diesen Genuss wollte ich mit der Community unbedingt teilen:
Let It Be (Wing)
20.11.08 22:52




Epilog zum Herunterladen

Wieder so ein Text, der unter die Haut geht: der Epilog. Er bietet die Auflösung einer entscheidenden Frage, die sich Kindern (und vielleicht auch Erwachsenen) stellt, nämlich "Warum kämpfen die Nangijala-Leute eigentlich um ihr Leben, wenn es doch in Nangilima viel schöner ist?" Und die wunderbare Antwort, der sich religiöse und weniger religiöse Menschen anschließen können: Es kommt nicht auf dich selber an, sondern auf die Spuren, die du hinterlassen hast.

Leider muss ich feststellen, dass unser 3-jähriger Sohn "Die Brüder Löwenherz" verweigert. Aus den Livemitschnitten habe ich mittlerweile eine CD gebrannt, aber er will sie nicht hören, beginnt zu schreien und jammern, bis ich ausschalte. Nichtsdestotrotz singt er ganze Passagen, wie z.B. "Jossi ist ein toter Mann!".

Sehr interessant, woran mich Flora gestern erinnert hat: dass es nämlich ganz alte Instrumentalaufnahmen bzw. -skizzen zu den Liedern gibt (meistens Klavier + eingebautes Schlagzeug + Solostimme im Gitarrenklang). Ich habe das zwar verwendet um die Orchesterfassung zu schreiben, aber müsste ich das Stück jetzt überarbeiten, so hätte ich schon ein paar Ideen, die in der "Dachsberger" Fassung unter den Tisch gefallen sind. Würde mich jetzt echt interessieren, ob Sarah auch einiges am Text überarbeiten würde, wenn Gelegenheit oder Notwendigkeit dazu wäre. Mein Lerneffekt für die Zukunft: immer wieder in die Vergangenheit schauen und kritisch mit der Gegenwart vergleichen.

Auf mich wartet jetzt noch ein größerer Brocken, für den ich mir aber Zeit lasse(n muss): Die Verarbeitung der 26-spurigen Liveaufnahmen. Wie schade, dass am letzten Wochenende nicht mitgeschnitten wurde; 17 von 22 Liedern, die ich in den letzten Wochen ins Netz gestellt habe, stammen aus den letzten 3 Aufführungen.

Mit diesem Beitrag enden auch die regelmäßigen Einträge in diesen Blog. Danke fürs Lesen und Kommentieren!
17.11.08 10:16


The Day Of Fight zum Herunterladen

"The Day Of Fight" ist eine Nummer, die eigentlich nicht ins Musical passt. Der Text ist englisch (schon bemerkt?) und kann dem Vergleich mit den anderen Texten nicht standhalten (sollte es aber auch nicht); die Musik sollte möglichst "Metal"-isch klingen (könnte das sogar noch viel mehr als wir das gemacht haben) und eigentlich habe ich angenommen, dass die Musik nicht gefallen wird. Sollte es ja auch nicht unbedingt. Naja, ich hab´s jedenfalls gerne gespielt und einige Passagen mag ich ganz besonders, so z.B. die Stelle kurz vor der Generalpause.

Trotzdem passt die Nummer irgendwie. Dass die Handlung auf der Bühne nicht der Intention von Sarah entsprach, ist bereits bekannt und wurde ausgiebig diskutiert (wenn auch nicht in diesem Blog). Ich liebe aber dennoch das Bild, als sich alle Darsteller in der Mitte der Bühne treffen. Das erinnert mich an die berühmte Darstellung der französischen Revolution.



16.11.08 07:42


Ein sanftes Herz zum Herunterladen

Dafür, dass Sarah diese Nummer nachträglich noch geliefert hat, werde ich ihr einen Schrein errichten (und bediene mich damit Sarah´scher Idiomatik). Ziemlich schnell war uns klar geworden, dass Krümel noch ein Solo-Lied braucht, vor allem da wir mit Mani und Lorenz zwei hervorragende Sänger zur Verfügung hatten. Sarah kämpfte lange damit. Zitat aus einem E-Mail vom 6.1.2008:
"Am Zusatzkrümellied leide ich ein bisschen, weil ich trotz intensiver Fahndung noch keinen Platz im Stück gefunden hab, wo es reinpassen würd, ohne einen Spannungsbogen zu verhauen. Ich suche noch..."
Na, das nenne ich einen Fahndungserfolg.

Was daraus wurde, ist eine fast heilige Nummer. Sänger, Text, Saxophonsolo, Licht, Blicke der Schauspieler, das alles hat perfekt zusammengepasst und konnte Steine zum Erweichen bringen. Darum habe ich auch z.B. jemanden aus der Band, der gegen Schluss hineingehustet hat, gerügt: "In dieser Nummer darf man nicht husten." Leider hat sich das Publikum nicht daran gehalten, wie man auf der vorliegenden Aufnahme von "Ein sanftes Herz" hören kann.
15.11.08 16:11


Freiheit zum Herunterladen

Nachdem Luki Stieger 2 Stunden untätig gewartet hat (inkl. Pause), kam sein großer Auftritt als Orwar. Ja, dieses Lied - Freiheit" - muss man genau so singen!

Leider hatte ich keine halbwegs fehlerfreie Aufnahme; aber ich konnte aus der Not eine Tugend machen und beim Schneiden sogar den Chor durch Verdoppeln ein wenig auffetten. Ach ja, und eine weitere Überraschung gibt´s auch: einfach hineinhören.

Held dieser Nummer ist Elias Prohaska. Er kam von selbst mit dem Vorschlag die letzten paar Takte nach oben zu okatvieren; damit gerät er in die absolute Risikozone auf der Trompete, aber der Klang und auch der Erfolg gaben ihm Recht.

Eigentlich liegen mir ja solche Nummern nicht so; ist mir normalerweise zu bombastisch und auf Effekthascherei aus. Trotzdem habe ich "Freiheit!" gerne - selbstverliebt? Bezüglich meiner Lieblingsstelle in diesem Lied darf geraten werden.
14.11.08 09:04


Verräter zum Herunterladen

Ahhhh! Welch ein Sturz! Und der böse, böse Verräter fährt zur Hölle (oder wohin halt sonst).

Hier ziehe ich meinen Hut vor den Gitarristen. Ich hab den Rhythmus am Anfang mit dem Klavier nie hingekriegt - alleine schon, aber nicht mit Sängern. Die Gitarristen haben es geschafft, wie man hören kann. Danke auch an Gunter für den Tipp.

Obwohl die Nummer so kurz ist, wurde sie uns lang. Vielleicht hat man das auch auf der Bühne gesehen. Warum hat denn der Hubert nicht gleich seine Armbrust genommen und den Jossi in die ewigen Pubgründe befördert? Ist ja sonst auch nicht so zimperlich. Naja, der Sturz am Ende entschädigt für so manche Länge. Und die Sänger entschädigen natürlich auch: "Der Name Jossi soll verfluuuuucht sein ...!"
13.11.08 08:42


Echolied zum Herunterladen

Beim "Echolied" haben die Bandsolisten so richtig gezeigt, was sie können. War ja immer irgendwie witzig, wenn die 6 Mädels beim Schlussapplaus auf die Bühne gekommen sind und sicherlich viele Leute gedacht haben: "Wo sind die jetzt eigentlich vorgekommen?"

In der ersten Probe waren die Löwenherzen bereits aus der Höhle heraußen, als das Lied noch nicht einmal richtig begonnen hatte. Es war dann gar nicht so leicht, alles so zu verlangsamen, dass die ganze Nummer Platz hatte. Möglicherweise ist das Echolied ursprünglich gar nicht als eigene Nummer identifiziert worden. Das bemerkt man übrigens auch am Video von der 1. Dachsberger Schüleraufführung, wo gerade ein paar Sekunden vom Echolied übrig geblieben sind, was mich sehr betrübt, auch in Hinsicht auf die wunderbaren Bandsolisten. (Dieser Seitenhieb hat jetzt einfach sein müssen.)

Zur Identität, die hinter dem Auge steckt, gibt es ja die wildesten Vermutungen. Einige glauben, dass dahinter Katla steckt, aber dann frage ich mich schon, warum nicht alles in einem Feuerball zugrunde geht. Ich glaube, es ist Quob, ein harmloses, tintenfischähnliches, riesiges Urzeittier, dessen Fangarme leicht mit Felsen verwechselt werden. Quob ist furchtsam, gleichzeitig aber neugierig und freut sich über jede Abwechlsung, wie in diesem Fall über das Auftauchen der Löwenherzen. Mit Hilfe seiner Fangarme dirigiert er die Brüder ohne ihr Wissen in die richtige Richtung. Denn auch Quob hasst Tengil, weil er (zu Recht) fürchtet, dass dieser ihn entweder töten oder für seine Zwecke missbrauchen würde, wenn er die kalte, finstere, langweilige Höhle verließe.

Zur Allgemeinbildung hat dieses Lied außerdem beigetragen. Irgendwann frage mich Birgit (sicher im Namen vieler anderer), was denn eigentlich "Äonen" sind. So lernt man in jedem Musical was dazu; bei MOMO waren es die "Myriaden". Hier die Antwort für alle: ein Äon ist ein Zeitalter, also viiiiel Zeit, im Plural also noch viiiiiil mehr Zeit. Ach ja, und Myriaden bedeutet einfach sehr viel. Im nächsten Musical werden wir wahrscheinlich erfahren, wie man "sehr groß" auf gscheit sagen kann.
12.11.08 18:18


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